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Husky Steckbrief: Charakter, Aussehen und Haltung

Der sibirische Husky stellt eine der ältesten und ursprünglichsten Hunderassen der Welt dar. Seine große Beliebtheit verdankt er nicht nur seinem schönen Äußeren, sondern auch den Eigenschaften, die Besitzer an ihrem Husky schätzen und lieben.

Was zeichnet den sibirischen Husky aus?

Der sibirische Husky ist ein Schlittenhund, der über ein menschenfreundliches Wesen verfügt. Durch die Zucht wurde er zum perfekten Begleiter für Menschen, die sich mit ihrem Gespann gegen die Natur behaupteten.

Das macht den Husky zu einem ausgezeichneten Familienhund sowie einem Energiebündel, mit dem sich viele gemeinsame Aktivitäten erleben lassen.

Der sibirische Husky (Siberian Husky)

Die Vorfahren des sibirischen Huskys stammen aus Sibirien und wurden als Schlittenhund gezüchtet. Sie teilen sich die gleichen Vorfahren mit weiteren Husky-Rassen wie etwa dem Alaskan Husky oder dem Labrador Husky.

Durch seine Rolle als Schlittenhund ist er imstande körperlich große Anstrengungen zu verrichten und möchte von seinem Halter auch dementsprechend gefordert werden.

Die Rasse des sibirischen Huskys ist im FCI im Gegensatz zu anderen Husky-Unterarten anerkannt. Der sibirische Husky wird heute in vielen Ländern gezüchtet, so etwa in Deutschland, den USA und Österreich.

Die wichtigsten Eigenschaften eines Huskys im Überblick

Der sibirische Husky erreicht eine Widerristhöhe von 53 bis 61 cm beim Rüden sowie 50 bis 56 cm beim Weibchen. Während der Rüde durchschnittlich 20 bis 27 kg wiegen kann, bringt eine Hündin 16 bis 23 kg auf die Waage. Er hat eine Lebenserwartung von etwa 10 bis 15 Jahren.

Abhängig von seiner Ernährung und der Haltung kann ein sibirischer Husky bis zu 15 Jahre alt werden. Die Rasse wurde gezüchtet, um große Lasten mit Menschen in Gespannen durch kalte Gebiete zu ziehen.

Auch heutzutage wird sie noch immer als Schlittenhunde in Gebieten eingesetzt, in denen befestigte Straßen fehlen. Da der Husky als Arbeitstier weitergezüchtet wurde, verfügt er über ein hohes Energielevel und hat einen hohen Bewegungsdrang.

Ein ausgebildeter sibirischer Husky kann eine Zugkraft vom 6- bis 9-fachen seines eigenen Körpergewichts erreichen. Das sollte dir bewusst sein, wenn du dir einen Husky zulegen möchtest, da die Zugkraft der Hunde auch im untrainierten Zustand nicht zu unterschätzen ist.

Da der Husky ein Rudeltier ist, benötigt er weitere Hunde in seiner Umgebung, um völlig artgerecht gehalten zu werden. Die weiteren Hunde müssen dabei nicht zwingend Huskys sein, es empfiehlt sich jedoch einen Hund zu wählen, der mit dem Energielevel eines Huskys umgehen kann.

Was du dabei der Haltung deines Huskys bedenken solltest: Als Rudeltier kann ein sibirischer Husky nicht viele Stunden allein zu Hause bleiben, während du arbeiten bist. Ist niemand da, um dem Hund Gesellschaft zu leisten, während du weg bist, solltest du dir keinen sibirischen Husky halten.

Eine solche Vereinsamung schadet nicht nur dem Tier nachhaltig, sondern führt zu entsprechender Zerstörungswut seitens deines Hundes.

Der Charakter eines Huskys

Der Husky verfügt über ein sehr menschenfreundliches und liebevolles Wesen. Bei entsprechender Haltung besitzt er ein ausgelassenes und fröhliches Wesen.

Sein Umgang mit Kindern ist geduldig und nachsichtig, sodass er auch so manches verzeiht. Dadurch bietet sich der Husky hervorragend als Familienhund an.

Neben seinen positiven Eigenschaften ist der Husky jedoch ebenso ein sehr intelligenter und sturer Hund, der sich seine Selbstständigkeit bewahrt hat. Dein Husky wird in einer Situation nicht darauf warten, ob du ihm ein Kommando gibst.

Wenn die entsprechende Führung fehlt oder ausbleibt, trifft dein Hund schnell seine eigenen Entscheidungen und greift auf eigene Lösungsstrategien zurück – und diese werden nicht immer deinen Wünschen entsprechen. Möchtest du deinen Husky erziehen, ist dafür eine ruhige und konsequente Haltung erforderlich.

Der sibirische Husky reagiert weder auf Druck noch auf Aggressionen oder Lautstärke. Dein Husky wird von dir eine ruhige und souveräne Ausstrahlung erwarten, wenn du willst, dass er dich als Respektsperson und Rudel-Führer wahrnimmt.

Die Selbstständigkeit deines Huskys kann jedoch ebenso ein Segen sein. Wirst du mit deinem Hund ritualisierte Handlungsabläufe einüben, wirst du feststellen, dass er sich diese ausgezeichnet merken kann und in Situationen häufig schon weiß, welche Erwartungen du an ihn stellst.

Wichtig im Umgang mit deinem sibirischen Husky ist, dass du sowohl dir als auch deinem Tier einen schlechten Tag zugestehst. Nicht immer wird alles rund laufen und etwas auf Gebrechen zu versuchen, wird keinen von euch glücklich stimmen.

Versuche an solchen Tagen lieber deine Übungen oder Trainingseinheiten motivierend mit etwas Positivem zu beenden, anstatt mit Druck unbedingt ein Ergebnis erzwingen zu wollen. Dann macht auch das nächste gemeinsame Abenteuer euch beiden weiterhin Freude.

Wie sieht ein Husky aus

Der sibirische Husky ist für seine Masken bekannt, die in den unterschiedlichsten Formen ausgeprägt sein können. Sie stellen eine Musterung in seinem Gesicht dar, die aus zwei oder mehr Farben zusammengesetzt sein kann.

Das Fell eines Huskys kann sehr unterschiedliche Färbungen annehmen. Sowohl rot, schwarz, weiß, braun, als auch grau können in den Abstufungen vertreten sein. In den meisten Fällen werden sich mehrere Farbabstufungen im Fell deines Hundes wiederfinden.

Auch die Augenfarben von Huskys können variieren. Bekannt sind sie hauptsächlich für ihre strahlend blauen Augen. Neben blauen Augen sind auch braune Augen bei Huskys bekannt, zeitweise wird auch von grünen Augen beim Übergang von Blau zu Braun berichtet.

 

Die sogenannte Heterochromie, zwei verschiedenfarbige Augen, ist bei einem sibirischen Husky nicht selten. So werden auch Hunde mit einem braunen und einem blauen Auge häufiger beobachtet.

Die Rute des sibirischen Huskys ist in Form einer Fuchslunte knapp unterhalb der oberen Linie des Tieres angesetzt. Wenn der Husky aufmerksam ist, erhält sie die für die Rasse charakteristische Sichelform, die an einen Halbmond erinnert.

Ist das Tier ruhig und gelassen, hängt die Rute und weist weder Krümmungen noch Kringel auf. Da das Fell an der Rute mittellang ausfällt, ähnelt sie häufig einer runden Bürste.

Die Fellstruktur eines Huskys kann von lang und glatt bis hin zu mittellang und wellig verschiedene Charakteristika aufweisen. Der Husky verfügt über Unterwolle, die sich vorrangig in den kalten Monaten des Jahres besonders ausprägt und den Hund schützt.

Insgesamt vereint der sibirische Husky einige äußerliche Merkmale, die ihm einem Wolf ähneln lassen. Dadurch besitzt er ein sehr ursprüngliches Erscheinungsbild, das sich bei vielen Husky-Liebhabern großer Beliebtheit erfreut.

Der Husky und sein Jagdtrieb

Der sibirische Husky verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Darum sollte ein Husky draußen nicht einfach von der Leine gelassen werden.

Selbst wenn die Bindung zwischen dir und deinem Hund gut ist, kann es passieren, dass er sich spontan entscheidet einem Beutetier nachzujagen. Da sich ein Husky dabei mit sehr großen Abständen zu seinem Rudel noch immer wohlfühlt, wirst du wenig Handhabe haben, ihn dabei zurückzurufen oder wiederzufinden.

Dabei können die Situationen für deinen Hund schnell lebensgefährlich werden, da er Straßen nicht als Gefahr versteht. Möchtest du deinem Hund irgendwo einen Freilauf ermöglichen, solltest du das lieber in einem eingezäunten Bereich mit einem Zaun von gut 2 Meter Höhe tun, anstatt irgendwo innerhalb einer Ortschaft.

Wer mit genügend Abstand zu einer Ortschaft lebt, hätte zwar die theoretische Möglichkeit dazu, doch auch dann kannst du dir bei einem Husky nicht sicher sein, dass er auf jeden Rückruf reagiert. Darum kann ein GPS-Tracker für deinen Hund sehr sinnvoll sein, damit du ihn auch fernab deiner Sichtweite zuverlässig wiederfinden kannst.

FAQ

Kann der sibirische Husky in einer Wohnung gehalten werden?

Eine Wohnungshaltung ist für einen Husky nur schwer angemessen möglich. Das Tier benötigt genügend Platz, ausreichend Auslauf sowie die Gesellschaft anderer Hunde.

Besitzer einer Wohnung werden innerhalb von Städten größere Schwierigkeiten haben, den Ansprüchen eines Huskys gerecht zu werden als Besitzer eines Hauses mit einem großen Garten. Eine artgerechte Haltung eines Huskys kann in einer Wohnung nur erfolgen, wenn der Besitzer bereit ist, mehrfach in der Woche viele Stunden mit dem Hund draußen zu verbringen.

Das wird für die meisten Menschen allein aus beruflichen Gründen kaum zu bewältigen sein.

Kann ein sibirischer Husky ein Wachhund sein?

Da dem sibirischen Husky aufgrund seiner menschenfreundlichen und offenen Art das Misstrauen und Aggressionspotenzial anderer Hunderassen fehlt, eignet er sich nicht als Wachhund. Zwar kann sein Äußeres und sein hohes Energielevel dennoch abschreckend auf potenzielle Einbrecher wirken, aber weder wird er Eindringlinge stellen noch diese verjagen.

Wer auf der Suche nach einem geeigneten Wach- oder Schutzhund ist, sollte auf andere Hunderassen zurückgreifen.

Kann ein Husky mit anderen Hunderassen gehalten werden?

Da ein Husky keinerlei Hundeaggressionen besitzt und ein generell freundliches Wesen aufweist, kann er auch problemlos mit anderen Hunden gehalten werden. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass andere Hunderassen von dem hohen Energielevel eines Huskys überfordert sein können.

Ebenso empfinden andere Hunderassen den Husky durch seine Maske häufig als bedrohlich, was den Kontakt zu Artgenossen erschweren kann. Sollte ein fremder Hund also eingeschüchtert reagieren, ohne, dass eine Handlung von deinem Hund ausging, ist das die wahrscheinlichste Ursache.

Ist der sibirische Husky als Hund für Anfänger geeignet?

Da der sibirische Husky ein sehr fordernder Hund ist, der viel Auslauf und eine konsequente, erfahrene Führung benötigt, eignet er sich nicht für Anfänger. Wer mit dem späteren Besitz eines sibirischen Huskys liebäugelt, sollte vorab bereits Erfahrung mit anderen Hunderassen sammeln.

Da sich der sibirische Husky gut mit weiteren Hunden verträgt und sich generell als Rudeltier über die zusätzliche Gesellschaft freut, spricht nichts dagegen, ihn als zweiten Hund direkt nach dem Ersthund anzuschaffen.

Lisa

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