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Husky Arten: Alle 4 Rassen im Überblick (+Unterschiede)

Der Begriff Husky wird häufig verwendet, um mehrere Rassen von Schlittenhunden unter einer Bezeichnung zusammenzufassen. Sie bezeichnet also mehrere Rassen zugleich, anstatt sich auf eine bestimmte Sorte zu beziehen.

Welche Husky-Arten gibt es?

Die wohl bekanntesten Husky-Rassen stellen der sibirische Husky sowie der Alaskan Husky dar. Beide sehen einander optisch zum Verwechseln ähnlich und weisen vergleichbare Charaktere auf.

Beide Arten gehen vermutlich auf die gleichen Vorfahren zurück, im Gegensatz zum sibirischen Husky gilt der Alaskan Husky jedoch nach dem FCI nicht als eigenständige Rasse.

Eigenschaften aller Husky Arten

Egal für welche Husky-Art du dich konkret entscheidest, du solltest einen anspruchsvollen Hund erwarten, der viel Zeit und Aufmerksamkeit bedarf. Jede Husky-Unterart stellt ein Rudeltier dar, das auf Dauer nicht damit glücklich wäre, allein ohne hündische Gesellschaft zu bleiben.

Dabei muss der andere Hund nicht zwingend ebenso einen Husky darstellen, es sollte sich jedoch um eine aktive Hunderasse handeln, die mit dem Energielevel deines Huskys umgehen kann. Auch sollte bei einigen Husky-Arten wie dem Labrador Husky von der Haltung kleiner Hunderassen in Kombination abgesehen werden.

Menschenfreundlich

Aufgrund ihres menschenfreundlichen Wesens eignen sich alle der Husky-Unterarten als Familienhunde. Sie können aus denselben Gründen heraus jedoch nicht als Wachhunde eingesetzt werden.

Selbständig und stur

Ein jeder Husky besitzt einen intelligenten, selbstständigen und sturen Charakter. Im Gegensatz zu anderen Hunderassen solltest du bei deinem Husky also damit rechnen, dass er spontan Entscheidungen trifft, um Situationen für sich selbst zu lösen.

Entscheidungen, die dir nicht immer gefallen werden. Um das zu vermeiden, solltest du deinem Husky gegenüber ruhig und souverän auftreten und ihm stets das Gefühl geben, dass du konsequent weißt, was du in einer Situation von ihm erwartest.

Jagdtrieb

Da eine jede Huskyart über einen ausgeprägten Jagdtrieb verfügt, musst du mit entsprechenden Reaktionen bei Beutetieren rechnen. Das kann sich darin äußern, dass dein Hund einen Hüpfer an der Leine in Richtung von Vögeln macht oder gar, sich losreißt, um einem Hasen hinterherzujagen.

Du solltest einen Husky allein aufgrund seines ausgeprägten Jagdinstinktes nicht spontan von der Leine lassen. Selbst bei einer guten Bindung kann es schnell passieren, dass dir dein Husky Unruhe stiften geht, um einem Tier hinterherzujagen.

Das Risiko besteht dabei weniger darin, dass dein Hund dich vergisst. Häufig kommen die Tiere sogar zum Punkt zurück, an dem sie ihren Halter verlassen haben.

Da dein Hund jedoch nicht über das gleiche Gefahrenbewusstsein verfügt wie du, nimmt er etwa Straßen nicht als Gefahr wahr. Im schlimmsten Fall könnte dein Haustier in einem solchen Szenario überfahren werden.

Der sibirische Husky (Siberian Husky)

Der sibirische Husky ist die wohl bekannteste Huskyart und vom FCI anerkannt. Seine Züchtung verläuft somit nach einem vorgegebenen Rasseportrait, für das entsprechend strenge Zuchtvoraussetzungen gelten.

Ähnlich wie andere Schlittenhunde gilt der Husky als nicht vollständig domestiziert. Sibirische Huskys bringen somit eine große Selbstständigkeit mit sich, die sich in ihrer eigenen Entscheidungsfreudigkeit widerspiegelt.

Wie andere nordische Rassen verlangen sie daher viele Anstrengungen von ihren Haltern. Nur eine konsequente und ruhige Führung wird von einem sibirischen Husky nachhaltig anerkannt.

Bei sibirischen Huskys lassen sich mehrere Zuchtlinien finden. Am häufigsten werden die Tiere dabei in sogenannte „Showlinien“ und „Rennlinien“ unterteilt.

Rennlinien haben sich darauf spezialisiert, den sibirischen Huskys so weiterzüchten, dass er sich besonders für den Zughundesport eignet. Showlinien hingegen setzen häufig auf ein imposantes Erscheinungsbild.

Da jedoch beide auf die gleichen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen und über die gleichen Veranlagungen verfügen, unterscheiden sie sich in ihren rassespezifischen Eigenschaften nicht. Nur im Körperbau lassen sich gewisse Abweichungen beobachten.

So besitzen Hunde von Showlinien häufig einen stämmigeren Körperbau, während bei Huskys aus Rennlinien auf eine schlankere und schnellere Figur gesetzt wird.

Der Alaskan Husky

Der Alaskan Husky stammt ursprünglich aus Alaska und ging aus der Kreuzung des Schlittenhundes mit anderen Rassen hervor. Ähnlich wie der sibirische Husky ist er hervorragend für den Zughundesport geeignet.

Er kann ein Gewicht von 20 bis 40 kg erreichen und ist für seine langen und schlanken Beine bekannt. Durch diese kann er eine höhere Geschwindigkeit erreichen als andere Schlittenhund-Arten

Vom FCI wird er jedoch nicht als eine eigenständige Hunderasse anerkannt. Da es bei Alaskan Huskys viele unterschiedliche Zuchtlinien gibt, die für unterschiedliche Zwecke wie Schlittenrennen oder Lastentransporte gezüchtet wurden, sind die Variationen in der Rasse sehr groß.

Im Rennsport eingesetzt finden sich häufig schlanke und kleine Tiere, die sich stärker durch ihre Geschwindigkeit hervortun als größere und kräftigere Alaskan Huskys.

Der Labrador Husky

Entgegen dessen, was der Name vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Huskyrasse nicht um eine Kreuzung aus Labradoren und Huskys. Ihren Namen verdankt die Rasse jedoch den optischen Eigenschaften, die an Labradore erinnert.

Sie werden daher häufig mit Labrador Husky Mischlingen verwechselt. Ähnlich wie der Alaskan Husky wird diese Hunderasse nicht vom FCI anerkannt.

Labrador Huskys wurden ursprünglich in Nordkanada gezüchtet, mit dem Ziel, sie als Schlittenhunde und Jäger einzusetzen. Darum lassen sie sich weniger gut mit anderen Tieren halten, da sie einen starken Beutetrieb geerbt haben.

Labrador Huskys gelten als mittelgroße Hunderasse, die eine Höhe von 50 bis 70 cm erreichen kann. Dabei bringen sie ein Gewicht von 30 bis 45 Kilogramm zustande.

Sie sind somit größer als der sibirischen Huskys sowie der Alaskan Husky. Allerdings werden sie im Gegensatz zu anderen Husky Arten nur zwischen 10 und 13 Jahren alt.

Der Miniature Husky

Auch der Miniature Husky wird nicht als eigenständige Rasse vom FCI anerkannt. Er wurde gezüchtet, indem die kleinsten Huskys aus verschiedenen Würfen zum Weiterzüchten benutzt wurden, um eine kleinere Unterrasse von Huskys zu erhalten.

Diese Huskys verfügen über die gleichen charakterlichen Eigenschaften wie alle Husky Arten, sind jedoch aufgrund einer geringeren Körpergröße für viele Besitzer einfacher zu handhaben. Doch Vorsicht: Die Sturheit eines sibirischen Huskys haben sie unverändert beibehalten, sodass auch diese Rasse keinen Anfängerhund darstellt.

Üblicherweise bleiben Miniature Huskys unter einer Widerristhöhe von 50 cm und unter einem Gewicht von 20 kg. Da es sich jedoch nur um eine Weiterzucht besonders kleiner Huskys handelt, können auch einzelne größere Nachkommen zustande kommen.

Welche Husky-Art eignet sich am besten für mich?

Welche der vorgestellten Husky-Arten die für dich beste Rasse darstellt, hängt natürlich von deinen Erwartungen an den Hund ab. Alle Unterarten sind menschenfreundlich und können daher gut als Familienhunde gehalten werden.

Möchtest du jedoch in den Zughundesport gehen, so ist der Miniature Husky aufgrund seiner kleineren Körpergröße weniger gut geeignet. Alle anderen Husky Arten sind speziell für den Zughundesport gezüchtet worden und haben mit diesem Anspruch kein Problem.

Die Weiterzüchtung des Miniature Husky aus kleinen Huskys heraus hat jedoch dazu geführt, dass sie sich weniger für diese Sportart eignen. Ist der Zughundesport also dein Augenmerk, solltest du eine der anderen Rassen auswählen.

Geht es dir im Zughundesport um Geschwindigkeit und Rennergebnisse, sind die Alaskan Huskys eine bessere Wahl. Sie erreichen höhere Geschwindigkeiten als andere Zughunderassen.

Möchtest du hingegen längere Touren mit deinen Tieren in der Natur unternehmen, eignet sich der sibirische Husky besser, da er über eine größere Ausdauer als die anderen Husky Arten verfügt. Der Labrador Husky bleibt in seiner Leistungsfähigkeit hinter dem Alaskan Husky und dem sibirischen Husky zurück.

Willst du neben einem Husky noch weitere Haustiere halten wie etwa Katzen, solltest du auf die Anschaffung eines Labrador Husky verzichten. Zwar können auch andere Husky Arten Schwierigkeiten in der Haltung mit weiteren Tieren bekommen, bei dieser Unterart ist der Jagdtrieb jedoch erheblich stärker ausgeprägt.

Weder du noch eine Katze würden mit einem Labrador Husky glücklich werden. Die wenigstens Schwierigkeiten mit anderen Haustieren gibt es bei der Haltung des Miniature Huskys. Dieser verfügt zwar auch über einen ausgeprägten Jagdtrieb, legt sich aber aufgrund seiner geringeren Körpergröße seltener mit anderen Tieren an.

FAQ 

Welche Husky-Arten werden vom FCI anerkannt?

Die einzig tatsächlich vom FCI anerkannte Hunderasse stellt der sibirische Husky dar. Alle anderen Unterarten werden nicht vom FCI anerkannt.

Womöglich wird zukünftig noch die Aufnahme weiterer Huskyrassen erfolgen. Bis dahin verbleibt der sibirische Husky die Husky-Art für die die strengsten Zuchtregularien gelten.

Darum stellt der sibirische Husky die Husky-Rasse dar, für die sich die meisten Züchter finden lassen.

Welche Unterschiede macht es für mich, wenn die Hunderasse nicht beim FCI anerkannt ist?

Ist eine Hunderasse nicht mit klaren Rassestandards definiert, bedeutet das möglicherweise, dass weniger auf die Zuchtkriterien in der Nachzucht geachtet wird. Interessierst du dich also für eine der anderen Husky-Rassen, solltest du umso aufmerksamer bei der Auswahl deines Züchters sein.

Auch wenn Hunderassen nicht vom FCI anerkannt sind, gibt es häufig Vereine und Gruppierungen von mehreren Züchtern, die eigene Zuchtkriterien festgelegt haben. Allerdings finden auch viele Rennen nur mit Hunden statt, die von einem vom FCI anerkannten Züchter stammen.

Möchtest du mit einem anderen Hund an offiziellen Rennen teilnehmen, musst du diesen aufwendig nach registrieren lassen.

Zählen der Alaskan Malamute und der Alaskan Klee Kai nicht zu Husky Arten?

Der Alaskan Malamut sowie der Alaskan Klee Kai sind einem Husky sehr ähnlich, gehören aber genau genommen nicht zu einer Husky-Unterart. Dementsprechend sind sie kein Bestandteil dieser Übersichtsliste, sondern werden zu Husky ähnlichen Hunden gezählt.

Sie bringen jedoch viele Gemeinsamkeiten zu Huskys mit sich, wie etwa die gleichen Charakterzüge, das menschenfreundliche Wesen sowie optische Übereinstimmungen.

Lisa

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