Husky richtig auslasten – 3 Dinge, die du wissen solltest

Einen Husky richtig auszulasten, benötigt Fingerspitzengefühl, mit dem du nicht nur individuell auf deinen Hund eingehen musst, sondern auch stets die passende Balance zu deinem eigenen Leben halten musst. Erfahrungen, die ich mit vielen anderen Huskybesitzern ausgetauscht habe, zeigten mir, dass Hunde nicht nur unterfordert, sondern auch mit besten Absichten überfordert werden können. So lernst du, die richtige Balance für dich und deinen Hund zu finden.

Husky richtig auslasten – wie viel körperliche und geistige Auslastung müssen erfüllt sein?

Du tust dir selbst und deinem Tier keinen Gefallen, wenn du lediglich stupide lange Strecken mit ihm spazieren gehst, deinen Husky dabei aber sich selbst und seiner Erkundungstour überlässt. Natürlich musst du dein Tier nicht dauerhaft anleiten, dennoch empfiehlt es sich bei jedem Spaziergang immer wieder die Aufmerksamkeit deines Tiers auf dich zu lenken. Das stärkt nicht nur eure Bindung zueinander, sondern hilft dir, eine gute geistige Auslastung zur körperlichen zu gewährleisten.

#1 Arbeite mit deinem Husky nicht über ihn hinweg

Ohne Zweifel gibt es Momente, in denen du dich deinem Sturkopf gegenüber durchsetzen musst. Dein Husky sollte wissen, dass du den Ton angibst, und er sollte dich als Führungspersönlichkeit respektieren. Damit das gut gelingt, musst du jedoch deinen Hund kennen und das, was er leisten kann, ebenso respektieren.

Sicherlich kennst du selbst das Gefühl. Du kannst dich nicht mehr konzentrieren, bist übermüdet und trotzdem will jemand ununterbrochen etwas von dir. So geht es deinem Husky auch, wenn du weiterhin mit Befehlen auf ihn einredest, wenn er sich eigentlich nicht mehr konzentrieren kann.

Ein Husky ist ein intelligenter und ausdauernder Hund, der sich auch über Stunden hinweg konzentrieren kann – wenn er entsprechendes Training erfahren hat. Er wird nicht mit einer ausgeprägten Konzentrationsspanne geboren, er muss mit dir gemeinsam lernen, wie er sich in Situationen verhalten soll.  

#2 graduelle Steigerung bringt euch langfristig zum Ziel

Bevor du von deinem Hund Höchstleistungen forderst, gib euch beiden Zeit, gemeinsam in eure Rollen hineinzuwachsen. Orientiere dich an deinem Husky, um einzuschätzen, wie viel Konzentration er für dich aufbringen kann.

Hierfür empfiehlt sich ein klar strukturierter Wechsel zwischen Phasen, in denen dein Husky engmaschig auf dich hören soll und Momente, in denen er freier eigene Erkundungen anstellen darf. Ich selbst habe gute Erfahrungen damit gemacht, ihn bewusst neben mir laufen zu lassen, wenn ich seine Aufmerksamkeit möchte und ihn an Grünflächen freizugeben, wenn er seine Konzentration freier auf etwas richten darf.

Das kann durch Sprachkommandos, Handzeichen oder eine Kombination aus beidem geschehen. Wichtig ist dabei, dass du derjenige bist, der ihn freigibt und dein Husky nicht selbst entscheidet, in welcher der beiden Phasen ihr euch gerade befindet.

Lass dein Tier dabei immer Blickkontakt zu dir aufbauen, das stärkt nicht nur die Bindung zueinander, du bemerkst so ebenso deutlich den Unterschied dazwischen, ob dein Tier sich an dir orientiert oder lediglich mitspielt, in der Erwartung zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Hält es den Blickkontakt, ist dies ein gutes Zeichen. Schaut er nur kurz zu dir herüber und erwartet beim Abwenden freigegeben zu sein, ist er nicht wirklich bei dir und deiner Führung.

#3 Versuche dich selbst interessant zu machen

Dein Husky ist ein stolzes und stures Tier, das über ein höheres Maß an Selbstständigkeit verfügt als viele seiner Artgenossen. Nur, weil du glaubst, der Entscheidungsträger zu sein, nimmt er dich nicht automatisch als solchen wahr. Gerade zu Beginn eures Trainings kann es daher besonders hilfreich sein, dich selbst für deinen Husky interessant zu machen.

Das kann durch zusätzliche Leckereien geschehen, mit denen du Blickkontakt zu dir belohnst oder durch spielerische Gesten in deutlicher Körpersprache, durch die du deinen Husky mit dir mitnimmst. Das Ziel ist es dafür zu sorgen, dass er gerne und bereitwillig mit dir arbeitet. So verhinderst du Machtkämpfe zwischen euch effektiver, auch wenn du dich dennoch gewiss gelegentlich durchsetzen musst – insbesondere bei einem pubertierenden Husky.

FAQ

Woran merke ich, dass mein Husky ist?

Dein Husky wird damit beginnen, die überschüssige Energie und seinen Frust an Gegenständen auszulassen, die in seiner Reichweite sind. Unterforderte Huskys können dabei beachtliche Schäden an deiner Einrichtung herbeiführen. Sei dir im Klaren darüber, dass dein Husky eine gewisse körperliche und geistige Auslastung braucht und biete sie ihm, sonst wird er sich seine eigenen Wege suchen – und diese gefallen dir sicherlich nicht.

Woran bemerke ich, dass mein Husky überfordert ist?

Nicht nur eine Unterforderung kann ein Problem für dein Tier werden, ebenso kann eine Überforderung problematisch sein. Manches Mal möchten wir unserem Tier so viel Beschäftigung bieten, dass wir dabei über das Ziel hinausschießen. Das merkst du sowohl in Spaziergängen als auch bei körperlicher Auslastung an der nachlassenden Konzentration deines Tieres. Lässt sich dein Husky immer schneller von Reizen ablenken oder musst du Befehle immer häufiger stellen, die er normalerweise gut befolgt, kann sich das Tier nicht mehr konzentrieren. Versuchst du es über seine Grenzen hinaus zu beschäftigen, wird das zu einer frustrierenden Erfahrung für euch beide.

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Lisa

Hi, ich bin Lisa, eine leidenschaftliche Hundeliebhaberin und stolze Besitzerin von zwei wundervollen Huskys. Meine Huskys haben mein Herz im Sturm erobert und ich bin immer wieder fasziniert von ihrer Schönheit, ihrem Charakter und ihrer Energie. Als Hundehalterin mit jahrelanger Erfahrung weiß ich, dass Huskys ganz besondere Bedürfnisse haben. Sie brauchen nicht nur ausreichend Bewegung und eine aktive Beschäftigung, sondern auch eine konsequente Erziehung und liebevolle Zuwendung. Ich investiere viel Zeit und Mühe, um sicherzustellen, dass meine Huskys ein erfülltes und glückliches Leben führen. Durch meine eigenen Erfahrungen habe ich ein tiefes Verständnis für das Verhalten und die Eigenheiten dieser Rasse entwickelt. Ich bin immer wieder beeindruckt von ihrer Intelligenz und ihrem starken Familienbezug. Es ist mir eine Freude, mein Wissen und meine Erfahrungen mit anderen Hundeliebhabern zu teilen. Ich stehe gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und Ratschläge zur artgerechten Haltung, Erziehung und Pflege von Huskys zu geben. Ich möchte anderen Hundebesitzern helfen, eine starke Bindung zu ihren eigenen Huskys aufzubauen und ein harmonisches Zusammenleben zu ermöglichen.

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